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Runex123 - wissenschaftliches Projekt begleitet den
Badwater Ultramarathon 2006
RUNEX123 ist ein weltweit einmaliges
wissenschaftliches Laufprojekt.
Ein Team von ca.50 Personen, bestehend aus 15 Läuferinnen, 35 Begleitern
(folgend Supporter genannt) und einem Team von Wissenschaftlern, ist bei einem
der härtesten Rennen der Welt, dem BADWATER ULTRAMARATHON am Start.
Zum zweiten Mal werden fundierte wissenschaftliche Untersuchungen an
Ultra-Marathonläufern während eines 60stündigen extremen Wüstenlaufs
durchgeführt.
Der Name "runex123" steht für running experience und für die extreme Hitze,
unter der gelaufen wird: 123 Grad Fahrenheit, was etwa 53 Grad Celsius
entspricht.
Mehr zum Projekt findet Ihr unter
www.runex123.net
Aktuell: Zur Verstärkung des Teams werden dringend Supporter gesucht. Wer
Interesse daran hat, die Läufer des Runex123 Teams zu begleiten, melde sich
bitte bei Dr. Holger Finkernagel, E-Mail:
(...)
Die Supporter müssen bereit sein, sich die 2-3
Tage um den Läufer zu kümmern, erleben dafür eine wunderschöne Reise in die
USA. Wer bereit ist, mit zu kommen ist mit 1400 bis 1500 € dabei . Frauen
und Männer sind herzlich willkommen. Der Preis ist so kalkuliert, dass alle
Kosten bis auf die eigene Verpflegung bezahlt sind.
Hinweis: Aktuell (Stand 18.2.2006) sind ausreichend Supporter gefunden.
Forschungsziele und -ergebnisse aus 2004
2004 bestand das wissenschaftliche Team aus
folgenden Personen: Dr. Michael Doppelmaryr, Dr.Hildegard Doppelmayr (beide
Universität Salzburg) , Professor Dr.Ralph Beneke Universität Essex UK),
Professor Serge Duvillar (Universität Philadelphia), Dr. Holger Finkernagel
(Wissenschaftliches Institut für medizinische Leistungsdiagnostik). Es wurde
während des Laufes an zehn Läufern sowohl Blut abgenommen und analysiert als
auch psychologische Test vorgenommen.
Es ging vornehmlich um folgende Fragestellungen:
- Kommt es im Körper zu Zellzerstörungen
infolge der extremen Belastung der Läufer (Zelluläre Integrität)
- Verhält sich der Zuckerspiegel beim gut
eingestellten Diabetiker Typ I anders als beim Nichtdiabetiker?
- Kommt es zu Veränderungen der
Herzfrequenzvariabilität während einer solch langen Belastung?
- Lässt sich die Körperkerntemperatur
während eines solchen Laufes kontinuierlich messen?
- Kontinuierliche Blutzuckermessung während
des gesamten Laufes (CGMS) - wie ist das Profil?
- Lässt die psychische Belastbarkeit während
des Laufes kontinuierlich nach (Kurzzeit-Langzeit- und
Intermediärgedächtnis)?
Wir haben noch immer nicht alle
Laboruntersuchungen analysiert und ihre Zusammenhänge verstanden. So werden
weitere Veröffentlichungen zu erwarten sein.
Gefunden wurde bislang:
- Es kommt bei einem Teil der Läufer zu
stark erhöhten CKMB-Werten, was zunächst so interpretiert werden muss, dass
Herzmuskelzellen komplett zerstört sind.
- Die Blutzuckerverlaufskurve beim gut
eingestellten Diabetiker unterscheidet sich deutlich von der gesunder
Läufer.
- Die psychometrische Belastbarkeit nimmt
mit der Dauer des Rennens ab.
- Die Kerntemperatur scheint abhängig zu
sein, wo sich der Microprozessor im Gastrointestinaltrakt aufhält.
- Die Herzfrequenzvariablilität ändert sich
zunehmend in eine Harmonie zwischen Vagus und Sympatikus während des Laufes.
Geplant für 2006:
- Im Jahr 2006 wird versucht die
Zellverluste des Herzens bildlich dar zu stellen: Echocardiografie
- Wir werden nochmals einen Versuch mit dem
Microprozessor vornehmen, um das Ergebnis von 2004 zu bestätigen.
- Die Untersuchung der Body-Impedanz erlaubt
es uns bei den Läufern kontinuierlich den Wasserhaushalt zu bestimmen.
- Die Herzfrequenzvariabilität wird erneut
Anlaß zu Testen sein.
- Laboruntersuchungen fallen diesmal aus.
(Sind für 2007 gemeinsam mit der Echokardiografie vorgesehen)
- Die Fußdruckmessung soll herausfinen, wie
hoch der Druck auf die Sohle des Läuferfußes sein wird.
Wir erwarten, daß die
Herz-Ultraschalluntersuchung das beste Ergebnis bringen wird. Der Versuch wurde
weltweit noch nie implementiert und wir erwarten spannende Ergebnisse.
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